Urig und charmant ist sie ja, die hölzernen Wand- und Deckenverkleidungen in vielen alten Wiener Wohnungen oder Häusern. Doch ihre beste Zeit haben die Paneele schon längst hinter sich. Sie verdunkeln nicht nur den Raum, sondern lassen das Zimmer auch optisch kleiner wirken.

 

Klassische Holzpaneele an Hauswänden und der Zimmerdecke passen einfach nicht mehr in moderne Wohnlandschaften, weshalb sich immer mehr Eigentümer die Entfernung dieser altbackenen Holzvertäfelung wünschen.

 

Neben ihrem altmodischen Look haben Holzpaneele zudem ein grobes Problem mit der Abdichtung. So sammeln sich in den Zwischenräumen gerne Staub, Feuchtigkeit und sogar Schimmel an. Gerade in solchen Fällen ist eine Ausbesserung oder Entfernung anzuraten.

 

Doch leichter gesagt als getan. Die Demontage kann sehr viel Arbeit machen, vor allem wenn die Holzpaneele bereits Schäden aufweisen. Doch im Folgenden zeigen wir Ihnen wie Sie in nur wenigen Schritten das sperrige Holz an den Wänden gekonnt klein kriegen.

 

So entfernen Sie eine Holzverkleidung ohne Folgeschäden

Eines vorab: Das Abnehmen einer Holzvertäfelung hinterlässt immer leichte Spuren. Seien es Klebereste, Löcher von Nägeln und Schrauben oder leichte Risse am Putz. Die Kunst liegt darin, die Holzverkleidung ohne schwerwiegende Untergrundbeschädigungen zu entfernen. Nur so kann eine schnelle und kosteneffiziente Nachbearbeitung des Untergrunds ermöglicht werden.

 

Checklist: Notwendige Werkzeuge für die Paneel-Entfernung

  • Stemm-/ Brecheisen/ Kuhfuß
  • Schraubenzieher
  • Zange

 

  1. Blenden und Abschlussleisten abnehmen

Zunächst gilt es sämtliche Blenden und Leisten abzunehmen. Am besten funktioniert dies mit einem Brech- oder Stemmeisen. Schieben Sie Ihr Werkzeug unter die Leiste und heben Sie diese an. Die Leiste kann nun leicht aus der Verankerung gelöst werden.

 

  1. Befestigungsart der Holzpaneele bestimmen

Nachdem die erste Leiste bzw. Blende entfernt wurde, können Sie nun erkennen, wie die einzelnen Paneele an der Unterkonstruktion befestigt sind. Sie können genagelt, verschraubt oder verklebt sein.

 

  1. Holzpaneele ablösen

Genagelte Paneele können leicht mit einem Brecheisen gelöst werden. Auch verschraubte Platten lassen sich schnell mit einem elektrischen Schraubenzieher abnehmen. Verklebte Bretter hingegen stellen eine gewisse Schwierigkeit dar. Denn beim Ausreißen der Paneele bleibt oftmals alter Zementputz am Holz haften.

 

Versuchen Sie zunächst eine Holzplatte an einer möglichst unauffälligen Stelle zu entfernen. Ist dies nicht ohne hohen Kraftaufwand oder nur mit nachhaltigen Wandbeschädigungen möglich, dann empfehlen wir Ihnen geschulte Profis zurate zu ziehen.

 

  1. Unterkonstruktion entfernen

Die Unterkonstruktion ist in der Regel direkt an der Wand verschraubt. Um die Löcher in der Wand oder Decke nicht unnötig zu vergrößern, sollten Sie die Schrauben immer herausdrehen und nie herausreißen oder –brechen. Auch die Dübel sollten Sie möglichst schonend entfernen.

Erst nachdem die gesamte Unterkonstruktion gelöst wurde, können Sie sich um steckengebliebene Dübel kümmern. Drehen Sie hierfür eine Schraube bis zur Hälfte in den Dübel und ziehen Sie dann beide vorsichtig aus der Wand.

 

Vorsicht in Altbauten! Bei bröckeligem Wandputz sollten Sie die Unterkonstruktion lieber bestehen lassen. Diese könnten Sie stattdessen mit Rigipsplatten oder einer Konterlattung abdecken. Vielleicht entscheiden Sie sich aber auch für eine neue Holzverkleidung mit haltbarer Abdichtung.

 

  1. Schadhafte Wand oder Decke sanieren

Bevor Sie neue Tapeten oder Farben auf Ihre nun kahlen Wände auftragen, sollten Sie diese zunächst grundlegend aufbereiten. Reinigen Sie den Untergrund mit einer Bürste und entfernen Sie alle losen Putzteile. Entstandene Lücken und Bohrlöcher können mit Mörtel oder Spachtelmasse behandelt werden. Mit Haftputz und Glättkelle können Sie nun eine glatte Oberfläche herstellen.

 

Nach dem Auftragen einer entsprechenden Grundierung können Sie Ihre Wände wieder nach Ihren Vorstellungen gestalten.

 

Checklist: Notwendige Werkzeuge und Materialien für die Wandsanierung

  • Breite Bürste
  • Spachtel/Glättkelle
  • Mörtel/Spachtelmasse/Gips
  • Tiefengrund
  • Grundierung
  • Haftputz

 

 

Holzpaneele demontieren – eine nicht zu unterschätzende Arbeit

Wie an der oberen Schritt-für-Schritt-Anleitung ersichtlich, ist das Entfernen von Holzpaneelen kein leichtes DIY-Projekt. Vor allem verklebte Holzplatten sollten stets mit Vorsicht abgenommen werden, um grobe Schäden am Untergrundputz zu vermeiden.

 

Im Zuge unserer zahlreichen Wohnungsräumungen in Wien und Niederösterreich durften unsere ausgebildeten Handwerker bereits unzählige Holzvertäfelungen aller Art professionell entfernen. So stehen wir auch Ihnen bei Ihrem nächsten Renovierungsprojekt gerne tatkräftig zur Verfügung. Wir modernisieren nicht nur Ihre Wände, sondern entsorgen auch den anfallenden Sperrmüll umweltgerecht und kostengünstig.